Über den Kampf zum Erfolg
Januar 13, 2009
Am Ende gewannen die SOBA Rhöndorf das erste Heimspiel im Jahr 2009 deutlich. Es war jedoch ein hartes Stück Arbeit, bis die Dragons das 97:80 (41:43) unter Dach und Fach hatten. SUM Braunschweig verdiente sich bei den rund 700 Fans am Menzenberg eine Menge Respekt. Wie schon am vergangen Wochenende in Mainz starteten die Dragons unkonzentriert in die Begegnung. Braunschweig bestimmte das Geschehen auf dem Parkett zunächst eindeutig. Vor allem die Rhöndorfer Defensive präsentierte nicht ganz auf der Höhe des Geschehens, was man sich gegen die stärkste Mannschaft in Sachen Offensiv-Rebounds nicht ungestraft erlauben kann. Die Gäste münzten die zahlreichen zweiten Chancen konsequent in Punkte um und lagen nach fünf Minuten verdient mit elf Punkten vorne (4:15). „Spätestens da hat die Mannschaft gemerkt, das 80 Prozent Leistungsbereitschaft zu wenig sind“, bemerkte Olaf Stolz nachher kritisch. Der Dragons-Coach reagierte, brachte mit Jürgen Malbeck und Goran Kovacev zwei Routiniers, die in der Rhöndorfer Defensive für die Initialzündung sorgten. „Sie gaben uns die notwendige Energie“, lobte Olaf Stolz das Duo. Und plötzlich klappte es für die Dragons auch in der Offensive deutlich besser, wobei einmal mehr Chris Rojik im Mittelpunkt des Geschehens stand. Nach zehn Minuten lagen die Hausherren knapp in Front (21:20) und alle dachten, jetzt hätten die Dragons die Gegner sowie Spiel im Griff. Doch auch im zweiten Viertel erwischten die Braunschweiger den besseren Start und zogen wieder auf zehn Punkte davon (4“ / 23:33). „Die drei athletischen Guards machten es uns schwer ins Spiel zu kommen“, räumte Goran Kovacev offen ein. Olaf Stolz meinte sogar: „Gefühlt hätten zur Halbzeit mindestens mit 15 Punkten hinten liegen müssen.“ Taten die Dragons aber nicht! Einerseits, weil Goran Kovacev in der Defensive sensationell ackerte und dadurch auch bei den Gästen Fehler provozierte. Auf der anderer Seite, weil Chris Rojik die Big Points einnetzte. In der Endabrechnung standen für „Mister Zuverlässig“ 32 Punkte zubuche! So trennten Rhöndorf und Braunschweig zur Halbzeit nur zwei Zähler (41:43). Alle heimischen Fans hofften natürlich nach den Seitenwechsel auf hellwache Dragons von Beginn an. Sie wurden nicht enttäuscht: Drei Minuten lang erlebte die Kulisse einen offenen Schlagabtausch (47:47), dann setzten die Hausherren zu einem Zwischenspurt an, der Rückblickend die Vorentscheidung brachte. Bei Braunschweig häuften sich die Fehler, wohl auch, weil einige Leistungsträger aufgrund von vierten persönlichen Fouls zur Sicherheit auf der Bank geparkt wurden. Allerdings entwickelten die Dragons insgesamt auch deutlich mehr Druck als in den ersten beiden Spielabschnitten. In der 31. Nach Doppelschlägen von Gabriel Moore, der zwei Dreier einklinkte, und Johannes Lange, der jenseits der 6,25-Meter-Linie sowie unter dem Brett zuschlug, waren die Gastgeber mit 22 Punkten Vorsprung frühzeitig auf der Siegerstraße. Braunschweig versuchte es in der Folge immer häufiger aus der Distanz, vor allem Ivan Douglas Jenskins forcierte viele Dreier. Doch Braunschweigs Topscorer wurde von Gabriel Moore und Franz Montag gut abgeschirmt, sodass der US-Amerikaner mit – für seine Verhältnisse – mageren 18 Punkten zufrieden sein musste. Im sicheren Gefühl des Siegs ließ Rhöndorf die Zügel dann noch einmal schleifen und Braunschweig kam zwar noch einmal bis auf zehn Punkte heran (38“), richtig eng wurde es jedoch nicht mehr. „Zu Beginn haben wir es eindeutig an der notwendigen Intensität vermissen lassen, dann sind wir über den Kampf zurück ins Spiel gekommen“, erklärte Olaf Stolz. „Sehr zufrieden macht mich die Tatsache, das wir immer wieder Spieler in unseren Reihen haben, die dem Team Energie geben, wenn es darauf ankommt. Erfahrene Leute wie Chris Rojik, Goran Kovacev und Jürgen Malbeck, aber auch junge Spieler. Diesmal war es Dominique Tholey, der für den angeschlagenen Fabian Thülig in die Bresche springen musste und seine Sache hervorragend gemacht hat.“ Goran Kovacev brachte es auf den Punkt: „In dieser Mannschaft kämpft jeder für jeden. Mit dieser Einstellung können wir in dieser Saison noch einiges erreichen.“
Rhöndorf (Pkt./3er): Tholey (2), Raebel (5/1), Moore (16/2), Kovacev (5), Rojik (32), Malbeck (12), Lange (19/1), Thülig (2), Montag (4)
Braunschweig (Pkt./3er): Jenkins (18/3), El Domiaty (18/3), Fleischmann (14/3), Warasteh, Behrens (8), Granz (2), Fehs (2), Friedel (3), Roberts (15)
Rhöndorf/Braunschweig: Feldquote (53%/44%), 3er (4?16?/9?31?), Freiwürfe 29?35?/11?21?), Rebounds (32/28), Turnover (14/20), Assists (20/19), Steals (11/8), Blocks (4/1), Fouls (19/25)
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