Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Wahlkampf oder Karneval, oder beides …?

Januar 25, 2008

Es geht ja bunt her – rund um das Thema Nationalpark.

Besonders Frau Nasner und Herr Wolff kommen gar nicht mehr raus aus der Bütt. Da wird mal eben behauptet, die SPD hätte zum Nationalpark schon endgültig „Ja“ und „Amen“ gesagt, obwohl eigentlich bekannt sein müsste, dass dieses grundsätzliche Ja
ausdrücklich unter dem Vorbehalt einer zufriedenstellenden Lösung noch offener Fragen stand, wie z. B. der Verkehrsregelung, der Zugangsregelung für die Öffentlichkeit, des Wegekonzeptes etc. etc….

Da wird schon aufgeheult, wenn unsere Bürgermeisterin auch nur eine Idee zum Standort einer möglichen zukünftigen Nationalparkverwaltung äußert. Wenn es tatsächlich zum Nationalpark kommt, muss man natürlich noch einmal gemeinsam darüber reden.Was aber spräche eigentlich gegen die ehemalige Wäscherei Mesenhohl? Ein Haupteinfallstor zur Stadt würde endlich dem Besucher nicht mehr durch seine Hässlichkeit den Appetit auf weiteres Kennenlernen verderben, und die Verkehrsführung dorthin würde zusätzliche Besucher auf unsere attraktive Innenstadt aufmerksam machen!

Das müsste unsere „großen Wirtschaftsförderer“ Wolff und Nasner doch eigentlich eher begeistern! Das ständig wie eine Keule geschwungene Totschlagsargument Verkehr kann ich so pauschal, wie es immer eingesetzt wird, eh nicht ernst nehmen. Ja wir haben ein Verkehrsproblem, aber doch eigentlich nur morgens und abends im Berufsverkehr und mittags an den Schulwegen. Ansonsten erscheint mir unser „Chaos“ doch von recht idyllischem Ausmaß zu sein.

Vielleicht sollte man – auch in Rhöndorf – mal auf die Idee kommen, nicht nur Autos pro Tag zu zählen sondern auch deren Verteilung über den Tag und die Wochentage zu berücksichtigen, und sich dann fragen, zu welchen konkreten Zeiten neue Ansiedlungen zu mehr Verkehrsaufkommen führen und welches Gesamtaufkommen
die Planer genau zu diesen Zeiten zu berücksichtigen haben, bzw. wie die Verkehrsströme nicht nur räumlich sondern auch zeitlich optimiert werden könnten. Aber das wäre wohl zuviel der Sachlichkeit und damit eine Gefahr für die polemische und populistische Vertretung von Eigeninteressen. Wieso frage ich mich, bringen Nasner und Wolff eigentlich bei der Frage nach dem möglichen Sitz einer Naturparkverwaltung jetzt Rhöndorf ins Spiel, wenn das Ganze doch - wie sie selbst sagen – noch gar nicht spruchreif ist? Gibt es in Rhöndorf denn plötzlich doch kein Verkehrsproblem? (wäre ja schön für die Debatte um den Businesspark). Oder wer will da wem mit was warum einen Gefallen tun? Oh Entschuldigung – das ist natürlich reiner Karneval … Alaaf! Klaus Munk

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