Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

Zu Anna

August 27, 2010

“Die Stadt Königswinter äußert sich am 18. August im Hinblick auf den Sachstand der internen Untersuchungen im Fall der am 22.07. 2010 zu Tode gekommenen Anna“…etc

Es macht mich sehr betroffen und ich finde es schlimm, in einer solchen Äußerung lediglich verwaltungsjuristische Formulierungen und Termini zu lesen, wie: „ein fachlicher Diskussionsprozess“, „Möglichkeiten der Optimierung“, nach der „hier bekannten Aktenlage“, „aktenkundig gemachter Befragungen“, „eine akute Kindeswohlgefährdung“ (?), und tatsächlich auch (in Anführungszeichen) der „Pflegekinderfall“…

Nirgendwo ist von der Pflicht – und dem eigentlichen Interesse – eines Jugendamtes zu lesen. Ich lese nicht davon, dass man sich um ein Kind gesorgt hat, dass man sich um „Pflege- Eltern“ gekümmert hat.

Unsere Bürger müssten dieses auch so lesen und betroffen sein – es sei denn, dass sie das nun gar nicht mehr interessiert.

Hoffentlich ist das alles nicht zu Ende. Ämter bestehen aus uns Menschen. Sie können irren, aber auch lernen. Fehlverhalten wäre noch offiziell festzustellen, nicht nur verwaltungsjuristisch. Damit sollte unsere Aufmerksamkeit indes nicht erloschen sein…

Gerd Gloystein

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