Wild-Wochen im Chimära in der Bonner Altstadt

"Zunächst mal mit allen reden"

September 26, 2008

WAHLKAMPF: Kandidat Ralf Schaaf diskutiert mit Bürgern und Unternehmern in der Innenstadt

Dr. SchaafDer Wahlkampf hat ein wenig Fahrt aufgenommen. Auf einer Diskussionsveranstaltung des parteilosen Bürgermeisterkandidaten Dr. Ralf Schaaf im Restaurant Altes Rathaus ließen etliche Teilnehmer vernehmlich Luft gegen Wally Feiden und ihre Verwaltungsspitze ab. Goldschmied Zumsande beschwerte sich beispielsweise über die „seltsame Politik des Herrn Vedders“. Dass Wally Feiden die Erste Beigeordnete Monika Oestereich“ auf ein totes Gleis geschoben hat“, koste Bürgern und Geschäftsleuten viel Zeit und Nerven.

Hans Müller, Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft, klagte darüber, dass Investoren mit Ansiedlungsplänen von der Stadt nicht ernst genommen, geschweige denn mit Informationen versorgt würden. Arno Ballhausen und Hermann Schlagermann tadelten die „langsame“ Verwaltung. Schlagermann schlug für jedes Projekt eine Zielvereinbarung vor, die der Bürgermeister öffentlich machen müsste. Und genau da hakte der Mann aus der Wirtschaft, Ralf Schaaf, ein. Im Rathaus herrsche nicht die richtige Denkweise.Wer niemals Projekte gemacht habe, müsse das erst lernen. Projekte müssten einen Projektleiter bekommen, der nicht nur für die bauliche,sonder auch für die finanzielle Abwicklung verantwortlich sei. Über allen Projektleitern müsse der Bürgermeister sich um die Abwicklung kümmern. Unter den sichtbarlich verzögerten Projekten nannte Schaaf den Dachsberg, die Realschule und den Business-Park. Es sei keine Entschuldigung, wenn der Business-Park die Sache eines Privatinvestors sei. Die Stadt könne ein solches Projekt nicht solange hinschluren lassen. Schaaf forderte wiederum Konzeptionen von der Stadt an. Man müsse auch einen gegebenen Vorlauf nutzen, wie jetzt beim Verkauf der Post an einen Frankfurter Investor. Es gebe genügend gute Leute in der Stadtverwaltung. Schaaf: „Die Führung ist das Problem, nicht die Mannschaft!“ Wie er die Verwaltung denn auf Vordermann bringen wolle, fragte Arno Ballhausen den Kandidaten. „Zunächst mal mit allen reden“, antwortete Schaaf, „und dann Verantwortung übertragen“. Schaaf berichtete von vielen Besuchen und Gesprächen in der Innenstadt, in den Vororten und in Aegidienberg. Dabei habe er in den vergangenen Wochen viel gehört und viel gelernt. |pcm

Kommentare

Ein Kommentar to “"Zunächst mal mit allen reden"”

  1. Hartlich on September 30th, 2008 18:32

    Da lächeln sie uns also an - die Bewerber fuer das Honnefer Bürgermeisteramt! Der Kandidat Schaaf will mit allen reden - aber ist das nicht eine Selbstverstaendlichkeit als Verwaltungschef?? Er tituliert auf seinem Plakat ” Zukunft kompetent gestalten” - das ist so nichtssagend wie ” am Abend geht die Sonne unter!” Und die Vergangenheit soll ja wohl nicht mehr gestaltet werden - die ist schon verungestaltet genug! Wo bleibt eine konzeptionelle Aussage?? Die amtierende Bürgermeisterin lässt es sich nicht nehmen , lebensgross (??) dem Wähler auf der Strasse zu begegnen. Sie versucht es mit Kernsprüchen ihrer ( nicht auf dem Plakat erscheinenden) Partei wie ” sozial” oder “zukunftsfähig” . Nur - davon ist in Bad Honnef leider nichts zu spüren oder zu sehen. Und wer den Tourismusort Bad Honnef im Siebengebirge per Bahn erreicht, sieht ein Bahnhofsgebäude und ein Umfeld, das im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich ist!Frau Nasner, Kandidatin der CDU, proklamiert ” Ein neuer Anfang” - dies bringt m.E. die ganze Misere am Besten auf den Punkt:
    - ein Stadtrat, der zuvörderst mit sich selbst beschäftigt ist ( man kennt sich ja lange genug…) weil es SIEBEN Fraktionen und keine stabile, verlässliche Mehrheiten gibt,
    - eine Stadt, die neue Kooperationen und sinnvolle Absprachen mit ihren Nachbarn dringend braucht weil viele Themen wie Verkehr, Umwelt, Gewerbeansiedlung, Schule etc. nur so sinnvoll lösbar sind,
    - und die Notwendigkeit eine Generationenwechsels in der politischen Führung Bad Honnefs.

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